Frauenrechte in Afghanistan: Was kann deutsche Politik tun?

28.11.01, 18 Uhr
Berlin, Rotes Rathaus, Großer Festsaal „Ferdinand Friedensburg“

Unter den Taliban wurden die grundlegenden Rechte von Frauen in Afghanistan ausser Kraft gesetzt. Sie haben eine Geschlechter-Apartheid praktiziert, die in dieser Form weltweit beispiellos ist. Frauen wurden nicht nur aus der Öffentlichkeit ausgeschlossen und jeglicher Grundrechte beraubt, sie wurden auch aus nichtigen Anlässen misshandelt und hingerichtet. Die Taliban werden jedoch immer weiter zurückgedrängt.
Jetzt stellt sich die Frage, wie Afghanistan in Zukunft aussehen soll. Die Reisediplomatie ist in vollem Gange: Treffen werden organisiert, Pläne geschmiedet und Szenarien einer Übergangsregierung entworfen. Männer reden mit Männern. Frauen erscheinen vorwiegend als Opfer.
Frauen sind aber nicht nur Opfer. Viele Frauen sind aktiv im Widerstand.Sie arbeiten für die Befreiung der afghanischen Frauen und engagieren sich für eine demokratische Regierung. Die Befürchtung ist jedoch groß, dass auch in Zukunft die Menschenrechte von Frauen missachtet und sie weiterhin von der politischen Partizipation ausgeschlossen werden. Ohne die Beteiligung von Frauen am Friedensprozess und an einer neuen Regierung wird sich in Afghanistan jedoch nichts grundsätzlich verändern.

Die Überparteiliche Fraueninitiative Berlins und die interfraktionelle Frauengesprächsrunde der Bundestagsfraktionen laden anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen zu einer Podiumsdiskussion ein. Im Zentrum stehen die Fragen:

Wie müsste der Friedensprozess aus Sicht der afghanischen Frauen verlaufen und welche Unterstützungen von deutscher Seite können sie sich vorstellen?

Was kann das Auswärtige Amt tun, um den auf UN-Ebene garantierten Menschenrechten von Frauen zur Verwirklichung zu verhelfen. Wie könnten die Menschenrechte von Frauen zukünftig in Afghanistan gesichert werden?

Welche parlamentarischen Schritte können unternommen werden, um die Frauen aus Afghanistan zu unterstützen? Wie kann der Friedensprozess durch Abgeordnete begleitet werden?

Eingeladen sind:

  • N.N. – Auswärtiges Amt
  • Angelika Graf, SPD
  • Rita Grieshaber, Bündnis 90/Die Grünen
  • Carsten Hübner, PDS
  • Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, FDP
  • Heiner Geißler, CDU /CSU (angefragt)
  • Mariam Notten, Afghanisches Kommunikations- und Kulturzentrum
  • Moderation: Marianne Heuwagen (Süddeutsche Zeitung)

Wir laden Sie herzlich ein.

Carola von Braun

Überparteiliche Fraueninitiative Berlin

Petra Bläss

Interfraktionelle Frauengesprächsrunde der Bundestagsfraktionen

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