Neuste Aktivität der Arbeitsgruppe:

Am 6.11.2013 wurde ein Beirat von der ÜPFI mit den Frauen der „Notübernachtung für Frauen“ (NÜF) GEBEWO gGmbH mit  vielen Fachfrauen aus Politik, Gesundheit und Soziales zur Vorbereitung einer Fachtagung gegründet.

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Das Ziel dieser Arbeitsgruppe (Zusammensetzung)* ist es darauf hinzuwirken, dass ganzjährige niedrigschwellige betreute Angebote speziell für psychisch auffällige, wohnungslose Frauen in Berlin abgesichert bzw. neu eingerichtet werden. Unser Positionspapier dazu finden sie hier.

Aktivitäten

Nach vielen Diskussionen innerhalb und außerhalb des Parlamentes gab es eine Zusage zur Finanzierung der Psychologinnenstelle, aber bei Reduzierung der Förderung anderer Frauenberatungsprojekte der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Im Februar 2013 haben wir dann die verantwortlichen Frauen der Obdachlosenprojekte gebeten, auf unserem jährlichen Neujahrsempfang über die Problematik zu sprechen (Rede_Empfang_27022013)

Unsere weiteren Ziele:

Gemeinsames langfristiges Ziel der AG Wohnungslosigkeit von Frauen und der ÜPFI ist es, dazu beizutragen,

• dass das Land Berlin eine gendergerechte Wohnungslosenpolitik entwickelt,

• ein niedrigschwelliges Wohnhaus für psychisch auffällige obdachlose Frauen einrichtet mit interdisziplinärer Fachbetreuung (Fachpersonal aus Psychologie/Psychiatrie und Sozialer Arbeit), Bewilligung und Kostenübernahme ohne Bedarfsprüfung, mit dem Ziel der Motivation und Befähigung der obdachlosen Frauen zur Annahme von Hilfe.

Weiter Ausführliche Problembeschreibungen:

1.  Effektstudie_Februar 2012

2.  Präsentation_für die Anhörung_im Abgeordnetenhaus am_12.03.2012

3.  Anhörungsprotokoll vom 12.03.2012

Die Anhörung im Ausschuss für Gesundheit und Soziales fand am 12.03.12 im Abgeordnetenhaus statt. Auch hier äußerten sich die Fraktionen durchgängig interessiert und handlungsbereit gegenüber den dringlichsten Erfordernissen (Erhalt der vorhandenen Angebote).

Ab Dezember 2011 wurde die Vorbereitung einer ÜPFI-Einladung zu einem Interfraktionellen Fachgespräch mit den frauen-, sozial-, gesundheits- und wohnungspolitischen neuen Sprecher/innen der Fraktionen in Angriff genommen, das dann Ende Januar 2012 stattfand. Die Fraktionen waren fast vollständig vertreten. Ergebnis: das Interesse und Problembewusstsein der Abgeordneten konnte geweckt bzw. gestärkt werden. Die Fraktionen vereinbarten eine ausschussübergreifende Anhörung zum wachsenden Problem Obdachloser Frauen in Berlin.

Mit Unterstützung der Ausschussvorsitzenden Minka Dott, fanden mehrere Gespräche mit den zuständigen Senatsverwaltungen statt. Mit StS Fritsch, SenIAS , StS Benjamin Hoff und Abtlg. Leiter Beuscher, StS Almut Hartwig-Tiedt, SenV Frauen. Bei diesen Gesprächen wurde zwar Problem- und Handlungsbereitschaft signalisiert, aber nach den Neuwahlen zum Abgeordnetenhaus Berlin und dem damit zusammenhängenden Regierungswechsel sowie der neuen Zusammensetzung des Parlaments musste die Überzeugungs- und Kontaktarbeit in etlichen Teilen wieder neu aufgebaut werden.

Viele weitere Sitzungen folgten, zu denen weitere Fachfrauen dazu kamen, wie Elke Rasche vom Frauenladen La Vida.

Im März 2011 fand die erste Besprechung der AG Obdach mit den Fachfrauen statt. Schnell stellte sich heraus, dass es mit der Erstellung eines üblichen politischen Papiers nicht getan war. Im April 2011 fand ein erstes Informationsgespräch im Büro der Ausschuss-Vorsitzenden des damaligen Ausschusses für Integration, Arbeit und Soziales im Abgeordnetenhaus Berlin Minka Dott statt. In Vorbereitung dieses Gespräches wurde eine kurzgefasste Problembeschreibung mit den notwendigen dringlichen Sofortmaßnahmen aufgelistet.

Hintergrundinformation:

Von Pastorin Christiane Pfoertner von der Heiligkreuzkirche wurden uns Kontakte zu einigen Einrichtungen vermittelt, die sich in Berlin speziell um obdachlose Frauen kümmerten. Was wir von diesen Fachfrauen erfuhren war alarmierend.

Das Land Berlin stellt Hilfeangebote speziell für obdachlose Frauen bereit, diese sind jedoch für eine ganz besondere Gruppe von obdachlosen Frauen, nämlich psychisch auffällige Frauen, unbrauchbar. Regelfinanzierte betreute niedrigschwellige ganzjährige Notaufnahmen speziell für Frauen gibt es gar keine. Für ganz Berlin gibt es nur eine, aus Spenden finanzierte, halbe Psychologinnenstelle bei FrauenbeDacht (FbD), und gerade mal acht Betten bei der Notübernachtung für Frauen (NÜF), speziell für diese psychisch auffälligen obdachlosen Frauen. Dabei ist der Bedarf enorm hoch und schon seit Jahren ansteigend. Von Januar bis Juli 2012 gab es in der NÜF 633 Anfragen für ein Obdach, 330 von diesen mussten wegen Vollbelegung abgelehnt werden, 160 konnten an andere spezifische Hilfestellen weitervermittelt (z.B. obdachlose Mütter mit Kindern) oder mussten abgewiesen werden (z.B. weil mit Hund).

Im Sommer 2010 beschloss der Vorstand der ÜPFI in ihrer Vorstandsklausur, sich über die Situation von obdachlosen Frauen in Berlin kundig zu machen. Wie ist die Situation dieser Frauen heute? Greift das Soziale Netz lückenlos? Gibt es Engpässe für obdachlose Frauen in Berlin?

Es gab also einen ganz offensichtlichen Engpass in der Versorgung von wohnungslosen Frauen in Berlin. Nach unserem Neujahrsempfang 2011 gründeten wir die AG Wohnungslose Frauen in Berlin, deren Mitglieder sind:*

Eva-Maria Heise und Martina Krägeloh von der Notübernachtung für Frauen (NÜF),

Britta Köppen von FrauenbeDacht (FbD),

Carola v. Braun, Pia Kaiser, Judith Brandner und Stephanie Fernandopulle von ÜPFI

Minka Dott von der Fraktion DIE LINKE, Vorsitzende des ehemaligen Ausschusses für Integration, Arbeit und Soziales im Abgeordnetenhaus Berlin,

Evrim Baba Sommer, MdA DIE LINKE

Helga Elias, Mitarbeiterin DIE LINKE

Alexandra Mai, Mitarbeiterin DIE LINKE

Anja Kofbinger, MdA und Ausschussvorsitzende für Frauen, DIE GRÜNEN,

 

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