Leyla Zana wird im Gefängnis 40: ÜPFI setzt sich in Brief an BM J. Fischer für ihre Freilassung ein

Am 8. Dezember 1994 verurteilte das Staatssicherheitsgericht die kurdische Politikerin Leyla Zana wegen Hochverrats, Separatismus und angeblicher PKK-Mitgliedschaft zu 15 Jahren Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft hatte die Todesstrafe gefordert. Leyla Zanas Verbrechen: Als erste kurdische Abgeordnete und eine von acht Frauen unter 450 Männern tat sie nach ihrer Wahl ins türkische Parlament im Jahre 1991 etwas Ungeheuerliches: der türkischen Eidesformel auf die Verfassung fügte sie in türkischer und kurdischer Sprache hinzu: „Ich war gezwungen, die verlangten Formalitäten zu erfüllen. Ich kämpfe für das brüderliche Zusammenleben des kurdischen und des türkischen Volkes unter demokratischen Bedingungen.“ Mit diesen Beiden Sätzen und weil sie während der Vereidigungszeremonie ein Stirnband in den kurdischen Farben rot-gelb-grün trug, hatte sie sich den abgrundtiefen Hasss der Mehrheit der Parlamentarier zugezogen. Aber auch vorher schon stand sie wegen ihres mutigen Eintretens für die politischen, sozialen und kulturellen Rechte des kurdischen Volkes und eine friedliche Lösung des Kurdistan-Konflikts auf der schwarzen Liste der Staatsfeinde.

Den gesamten Brief an den Bundesaußenminister lesen Sie hier.
Den Antwortbrief des Bundesaußenministers hier
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